Amazon Kindle – Warum?

Vor ungefähr einer Woche bin ich Besitzer eines Amazon Kindle 3. Aber von Anfang an.

Vorgeschichte

Auf meinem Computer gibt es einen Ordner, der „Lesestoff“ heißt, seit ich ihn nicht mehr „Zu lesen“ nenne. Zu drängend war einfach die Aufforderung des Inhalts endlich gelesen zu werden. Aber wie auch? Ausdrucken? Tatsächlich lange Zeit meine Methode der Wahl, um *wirklich* Wichtiges an einem anderen Ort als vor dem Rechner zu bearbeiten. Einen Laserdrucker und einen Stapel bereits einseitig bedrucktes „Schmierpapier“ vorausgesetzt auch kein sehr teures Vorgehen. Aber auch kein sehr bequemes. Und überhaupt: Digitale Dokumente zu analogisieren um sie dann genau einmal zu lesen klingt für mich nach einer einfach schlechten Idee.
(Bild by Sara Grajeda unter cc-by-nc-sa)

Amazon Kindle

2007 kündigt Amazon seinen ersten Ebookreader an. Er heißt Kindle (gesprochen wie die Berliner Brauerei), besitzt ein Display mit 4 Farben Graustufen und soll 400 Dollar kosten. Es kann keine nativen PDFs darstellen, ist aber trotzdem in wenigen Stunden ausverkauft. Die Häme im Heise-Forum hält sich erstaunlicherweise in Grenzen. Was ich dachte weiiß ich nicht mehr, allerdings dürfte „zu teuer“ dabei gewesen sein. Ich hake das Produkt e-book-Reader ab.

Drei Jahre später: Amazon verkauft das „Kindle latest generation“ (alle andere nennen es – viel nachvollziehbarer – Kindle 3) für 140$ (in der Version ohne Datenverbindung über das Handynetz). Es kann nativ pdf (wie schon der Vorgänger „Kindle 2“) und das Display hat mehr Kontrast. Der Akku hält länger und das Gehäuse ist in schickem anthrazit. Dave Jones (der verrückte Entwickler der Taschenrechner-Uhr) lobt das Gerät in den höchsten Tönen. Ich bestelle ein Kindle 3 Wifi mit passender Hülle nachdem ich mich von dem ersten Schock über Porto und Steuer erholt habe.

Meine Erwartung

Wenn ich ehrlich zu mir bin: In erster Linie neue und ungewöhnliche Hardware in die Hand nehmen und damit spielen. Erst danach der Wunsch viele elektronische Dokumente bequem lesen zu können ohne sie zuerst auf Papier zu bringen.

In den nächsten Wochen werde ich Stück für Stück meine persönlichen Eindrücke mit dem Kindle schildern, im nächsten Post zum Thema werde ich mich der Hardware widmen.

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